Bird E-Scooter per App mieten Test & Erfahrungen

E-Scooter sind in den USA ein Milliardengeschäft. Europa tut sich noch schwer damit. Das Unternehmen BIRD will gegen schlechtes Image antreten. Im bayrischen Bamberg läuft daher ein Testversuch.


Das Scooter Konzept von BIRD

Bird E-Scooter mieten

Bird E-Scooter mieten

Das US Unternehmen BIRD wurde 2017 gegründet. Das E-Scooter-Startup ist aktuell zwei Milliarden Dollar schwer. BIRD trug bald sein in den USA erfolgreiches Sharing-Konzept nach Europa: In Paris, Wien, Brüssel, Zürich, Madrid, Antwerpen und London rollt die BIRD Flotte bereits. Das beste BIRD Argument für europäische Innenstädte: Ihre E-Scooter hätten den Ausstoß von 5500 Tonnen CO2 verhindert. Wenn die deutschen Behörden grünes Licht geben, könnten bald auch deutsche Innenstädte profitieren.


Der E-Scooter als preiswertes Nahverkehrsmittel

In Wien läuft es derzeit so, dass Interessierte sich zunächst als Nutzer anmelden müssen. Der BIRD-Scooter, übrigens ein Xiaomi M365, wird per App freigeschaltet, und los geht’s. Als Grundpreis zahlt der Nutzer einen Euro. Abgerechnet wird nach Zeittakt, jede gerollte Minute kostet 15 Cent. Und mit 24 Km/h rollt man ziemlich flott. Die Reichweite eines E-Scooters beträgt 20 Kilometer. Dann müssen die Elektroflitzer wieder an eine Steckdose. Die durchschnittliche Fahrzeit der BIRD-User liege bei 10 Minuten. Damit verhindere man die unnötigen kurzen Autofahrten. Man biete somit umweltfreundlichen Individualverkehr, und das oft günstiger als der öffentliche Nahverkehr.


Wie man die Bird E-Scooter nutzen darf

Wenn BIRD auch in Deutschland rollen darf, musst Du zum Ausleihen 18 Jahre alt sein. Führerschein brauchst du keinen und musst auch keinen Lichtbildausweis einscannen. Das Bezahlen erfolgt aber über eine Kreditkarte. Helmpflicht gibt es nicht, BIRD will aber kostenlos freiwillig Helme zur Verfügung stellen. In Wien darf man Radwege benutzen, aber nicht den Gehsteig. Leihzeiten sind zwischen 7 und 21 Uhr. Danach sollen die Roller eingesammelt und aufgeladen werden, um sie morgens wieder an einem der “Nester” (in Wien sind es 12) zur Verfügung zu stellen. Geparkt werden darf überall, wo auch Fahrräder stehen dürfen. Der aktuelle Testlauf in Bamberg soll Erfahrungen bringen und die notwendige Sondergenehmigung vom Freistaat Bayern ermöglichen.


Wann starten BIRD E-Scooter in Deutschland?

Getestet werden darf aktuell nur auf Privatgrund wie dem großen Firmengelände der Bamberger Stadtwerke. Das negative Szenarios anderer europäischer Metropolen soll verhindert werden: Chinesische Anbieter hatten Unmengen Roller einfach ins Stadtbild gekippt, ohne sich weiter zu kümmern. Das soll durch enge Zusammenarbeit mit der Stadt und einem “Charger”-Konzept verhindert werden: Bei BIRD registrierter “Freelancer” sammeln Roller nach 21 Uhr ein, laden sie auf und bringen sie morgens wieder auf die Straße. Verdienst pro Roller und Nacht: 9 Euro. Weitere BIRD-Mitarbeiter sollen tagsüber in Bamberg patrouillieren und falsch geparkte E-Scooter umparken. So erhofft BIRD die ausstehende Zulassung für E-Scooter in Deutschland zu bekommen. Die Augen bleiben also weiter erwartungsfroh auf Bamberg gerichtet.

E Scooter Test