E-Bike Test 2019

Ausflüge, Urlaub, der Weg zur Arbeit oder zur Schule – Fahrräder sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit ihnen musst Du keine Staus befürchten und sie bringen Dich bei Ausflügen auch dorthin, wo es keine Betonstraßen gibt. Grenzen setzt nur die physische Kraft des Radfahrers. Abhilfe schafft teilmotorisiertes Radeln durch die Unterstützung eines Elektromotors.

E-Bike die wichtigsten Fakten im Überblick

1. Technische Grundlagen

Ein E-Bike ist ein Fahrrad, bei dem ein Elektromotor die Tretkraft des Radlers unterstützt oder zeitweise vollständig ersetzt. Längere Distanzen, Anstiege und Fahrten bei starkem Gegenwind lassen sich so mit geringerem Kraftaufwand bewältigen. Am häufigsten ist die Übertragung der Motorkraft auf das Hinterrad des Drahtesels, ein Frontantrieb hingegen ist weniger gebräuchlich. Nach dem Ansatzpunkt der Kraftübertragung werden drei Motorenarten für E-Bikes unterschieden:

– Nabenmotor hinten oder vorn
– Mittelmotor mit Ansatzpunkt Fahrradkette
– Antrieb auf Tretkurbelwelle.

Die Versorgung mit Elektroenergie erfolgt über eine robuste Traktionsbatterie meist in Form eines Akku-Packs. Sie kann beliebig oft entnommen und geladen werden. Die Zeit des Aufladens dauert abhängig von Akku-Art und Ladetechnik zwei bis neun Stunden.

=> TIPP: Die derzeit häufig verwendeten Lithium-Ionen-Akkus vertragen keinen Frost und sollten im Winter nicht im Freien aufgeladen werden.

Die Steuerung der Elektromotoren erfolgt über Drehmoment- oder Drehzahl-Sensoren.

2. E-Bike ganz ohne Führerschein?

Die gesetzlichen Vorschriften zum Führen von E-Bikes klingen verwirrend, lassen sich aber einfach zusammenfassen:

– Überschreitet die [b]Unterstützung beim Treten[/b] nicht die Grenze von 25 Kilometern pro Stunde, die Dauerleistung des Motors nicht 250 Watt, gilt das Bike als Fahrrad. Es sind weder Zulassung, noch Führerschein oder Helm vorgeschrieben. Eine Anfahr- und Schiebehilfe ist bis zu sechs Kilometern in der Stunde erlaubt.

– Kindersitze für Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren sind gestattet.

– Schnelle E-Bikes erreichen bis zu 45 Kilometer in der Stunde und gelten als Kleinkrafträder. Sie erfordern ein Mindestalter von 16 Jahren, Führerscheinklasse AM – PKW B, Zulassung mit Betriebserlaubnis sowie eine Haftpflichtversicherung. Es besteht Helmpflicht. Die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille, im Falle eines Unfalls nur bei 0,3 Promille.

Der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec

Obwohl sich der Terminus E-Bike für Fahrräder mit Elektromotor generell eingebürgert hat, besteht zwischen beiden Typen ein gravierender Unterschied mit gesetzlichen und versicherungstechnischen Folgen.

– Pedelecs, abgeleitet von Pedal Electric Cycle, unterstützen den Radler ausschließlich dann, wenn er selbst in die Pedale tritt. Du kannst die Stärke der Motor-Unterstützung abhängig von den Kraftreserven variabel einstellen oder per Knopfdruck ganz auf sie verzichten. Werden mit dieser Unterstützung 25 Kilometer pro Stunde nicht überschritten, gilt ein Pedelec als Fahrrad und ist zulassungsfrei. Mehr als 90 Prozent aller Fahrräder mit elektrischer Unterstützung sind Pedelecs.

– Streng genommen sind E-Bikes nur die Drahtesel, die auf Knopfdruck ganz ohne Pedalunterstützung fahren. Damit sind sie bereits ab einer Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde zulassungspflichtig.

E-Bike Test Stiftung Warentest

Zwölf Pedelecs, aus Kostengründen ausschließlich Herren-Räder mit diamantförmigem Rahmen, mussten unter widrigen Wetterbedingungen auf der Straße und im Härtetest unter Labor-Bedingungen ihre Qualitäten unter Beweis stellen.
Die getesteten sportlichen Trekking E-Bikes liegen in Preissegment zwischen 2.000 und 2.900 EUR und bringen eine Motorleistung von 468 bis 500 Watt auf die Straße. Getestet wurde im Februar in den mallorquinischen Bergen bei heftigem Regen und Straßen voller Schlamm. Die Bikes mussten 500 Kilometer auf der Straße und noch einmal 20.000 Kilometer im Dauertest im Labor zurücklegen.
Nach dem Urteil der Fachleute waren die Fahreigenschaften aller zwölf Probanden überzeugend. Wurde bei früheren Tests auf unebenen Strecken eine Instabilität der Lenkung festgestellt, so scheint dieses Problem inzwischen behoben. Selbst mit Gepäck ließen sich die Prüflinge zuverlässig lenken. Erst ab Tempo 40 wirkten einige E-Bikes etwas instabil.
Die besten Fahreigenschaften bewiesen die Cube Kathmandu Hybrid sowie das Bike Stevens E-Lavena. Sie erhielten im Prüfpunkt Fahren ein Sehr Gut.
Den Grund für die generelle Verbesserung der Fahreigenschaften sehen Experten darin, dass die Motoren am tiefsten Punkt des Rahmens montiert sind. Der Schwerpunkt wird so niedrig gehalten.
Am Berg konnten vor allem die Trekking-Bikes KTM und Cube überzeugen. Zwei Räder waren nicht korrekt programmiert und überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Das gab Minus-Punkte.
Ein weiterer Testpunkt war die Akku-Ladezeit. Auch E-Bikes, die auf der Straße Bestnoten geholt hatten, wiesen in dieser Hinsicht Schwächen auf. In Anhängigkeit von Qualität und Leistung des Akku-Packs lagen die Ladezeiten zwischen 3,5 und 6,1 Stunden. Ein Kandidat fiel beim Standardtest für Brandsicherheit durch.
Dem Dauertest im Labor hielten nicht alle Bikes Stand. Risse an verschiedenen Stellen des Rahmens warfen sie frühzeitig aus dem Rennen. Dies war jedoch nicht bei den Testsiegern der Fall.
Dies sind sie:

1. KTM Macina Fun 9 SI-P5I, Testergebnis Gut, Note 1,7 – Der Testsieger punktet mit überzeugendem Fahr- und sehr gutem Schaltverhalten. Der Motor wird als kraftvoll und gut abgestuft bewertet. Dem Bike wird beste Handhabung bescheinigt, was nicht zuletzt dem breiten Lenker zu verdanken sei. Im Reichweitentest bei mittlerer Motorleistung landete das KTM-Rad mit 73 Kilometern im Mittelfeld. Bemängelt wurde das zulässige Höchstgewicht des Rades, das mit 124 Kilogramm wenig Gewicht für den Radler übriglässt.

2. Kettler Traveller E Gold, Testergebnis Gut, Note 1,8 – Das Pedelec erhielt als einziges die Note Sehr Gut hinsichtlich Sicherheit und Robustheit. Es besitzt einen kräftigen, gut abgestimmten Motor und weist sehr stabile Fahreigenschaften auf. Der gute Fahrkomfort wird durch den kurzen Rahmen nur wenig beeinflusst. Kritik gab es am unbequemen Sattel.

3. Kreidler Vitality Eco 6 Edition, Testergebnis Gut, Note 1,9 – Gelobt wurde die mit und ohne Gepäck gleichermaßen gute Fahrstabilität des Rades sowie die angenehme Sitzposition. Minuspunkte brachten der schmale Lenker sowie die sensible Federung des Sattels, die bei Erwachsenen mit etwas mehr Gewicht tief einsinkt.

4. Cube Kathmandu Hybrid Pro 500, Testergebnis Gut, Note 2,0 – Sehr wendiges, sportliches Rad, das auch bei hohen Geschwindigkeiten gut auf der Straße liegt. Der Motor erhielt Lob für die sehr gute Kraftübertragung und optimale Möglichkeiten zu seiner Regelung. Einziger Wermutstopfen: die Ladezeit mit dem 2-Ampere Ladegerät ist mit sechs Stunden und zehn Minuten überdurchschnittlich lang. Eine Besonderheit ist der in den Rahmen integrierte Gepäckträger.

5. Stevens E-Lavena, Testergebnis Gut, Note 2,0 – Wendiges, sehr leichtes E-Bike mit Rahmenschloss. Besonders positiv fielen die sehr gute Brems- sowie die Lichtanlage auf. Mit 83 Kilometern erreichte der Akku die größte Reichweite, war dafür schon in drei Stunden und vierzig Minuten voll aufgeladen. Problematisch erschien die Platzierung der Inbus-Schrauben zum Verstellen der Sattelhöhe.

Prominente Hersteller von E-Bikes und Zubehör im Überblick

– Bosch stellt zwar keine kompletten E-Bikes her, ist dafür jedoch deren wichtigster Ausstatter. Mit seiner Sparte eBike Systems entwickelt Bosch vielfältige, leistungsstarke E-Bike-Motoren sowohl für den Stadtverkehr als auch für Querfeldein-Fahrten. Raffinierte Bordcomputer, Bremssysteme, Akkus und Ladegeräte komplettieren die E-Bike-Produktpalette des Gerlinger Unternehmens.

– Cube, der größte Bike-Hersteller Deutschlands, bietet E-Bikes für jeden Anspruch an. Hier findest Du Stadt-, Touren-, Cross-Räder und Mountainbikes – alle ausgerüstet mit Bosch-Motoren. Die Räder bieten eine funktional wie ergonomisch ausgefeilte Geometrie. 2019 stellte das Unternehmen neue Ladegeräte für seine Akkus sowie verbesserte Bremssysteme vor.

– Haibike ist spezialisiert auf die Herstellung sportlicher Elektroräder für Einsteiger und Profis. Vor allem die imposante XDURO-Serie des Unternehmens wurde vielfach prämiert. Haibike hält neben wendigen Mountainbikes Trekking- und Tourenräder für Damen und Herren bereit. Auch E-Bikes für die City suchst Du nicht vergeblich, auch wenn sie in der Minderheit sind.

– KTM ist der größte österreichische Fahrradhersteller mit langer Rennsporttradition. Entsprechend sportlich sind die E-Bikes und Pedelecs des Unternehmens. Sie unterteilen sich in sieben Kategorien: die vollgefederten Mountainbikes E-MTB Fully, E-MTB Hardtail, E-Offroad mit Crossrädern in robuster Geometrie, E-Onroad, E-City, E-Roadbike sowie ZEG E-Bikes mit raffinierter Gangschaltung.

– Der Hersteller Fischer ist eine ausgezeichnete Adresse für Hobby- und Freizeit-Radler. Seine City-, Trekking und Mountain-E-Bikes sind besonders robust, stabil und mit sehr modernen Motoren ausgerüstet. Bemerkenswert sind das ausgefeilte Design der Räder und ihre ergonomisch ausgerichtete Geometrie. Neben sportlichen Varianten fällt das Retro-E-Bike für Damen, ausgestattet mit je einem Korb vorn du hinten, besonders ins Auge.

– Die Traditionsmarke Kettler punktet mit ihren leichten, aber besonders stabilen Alu-Rädern. Der Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Allround & City E-Bike als Lifestyle Rad für jede Generation und jeden Zweck. Zahlreich vertreten sind daneben auch Trekking- und Cross-Räder, ausgestattet mit Bosch-Motoren. 2019 stellte Kettler ein neues Rahmen-Design vor, bei dem der Akku unsichtbar im Rahmen verbaut ist.

Versicherungspflicht für E-Bikes und ihr Preis

Pedelecs, die mit Motorunterstützung eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde nicht überschreiten, und deren Motorleistung 500 Watt nicht übersteigt, bedürfen keiner gesonderten Haftpflichtversicherung. Soweit die gesetzlichen Regelungen. Dennoch ist es empfehlenswert, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, um im Falle eines Unfalls ausreichend abgesichert zu sein. Besitzt Du bereits eine Privat-Haftpflichtversicherung, so kann das Pedelec nach Rücksprache mit dem Versicherer problemlos in diese integriert werden.
Für schnelle S-Pedelecs, die eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern in der Stunde erreichen können, sowie E-Bikes, die per Knopfdruck auch ohne Zutun des Radlers fortbewegen können, muss eine separate Haftpflichtversicherung mit Zulassungskennzeichen abgeschlossen werden abgeschlossen werden.
Zu empfehlen ist in jedem Falle eine E-Bike-Versicherung, die bei Diebstahl, Vandalismus, Konstruktions- und Materialfehlern sowie Unfällen und Stürzen eintritt. Angeboten werden Vollkasko-Versicherungen und E-Bike/Pedelec Schutzbriefe. Sie fordern fast durchweg ein Fahrradschloss im Wert von mindestens 50 EUR. Die Versicherungskosten sind abhängig vom Kaufpreis des Rades und liegen zwischen 67 und 360 EUR im Monat.

Anschaffungskosten für ein E-Bike

Einfache City- und Touren-E-Bikes für Damen werden bereits ab 800 EUR angeboten. So die Modelle Stratos und Geniesser des Herstellers Prophete. Leistungsfähige Mountainbikes für Damen und Herren liegen in der Regel deutlich über 1.000 EUR. Besonders günstige, renommierte Marken-Hersteller sind Fischer und Cube. Sie bieten E-Mountainbikes, City- und Tourenräder in der Preisspanne zwischen 1.200.- bis 1.800.- EUR an.
Anspruchsvolle Sporträder von KTM, Haibike und Kalkhoff sind preislich zwischen 1.800 und 2.700 EUR angesiedelt, wobei bei den neuesten Modellen ein deutlicher Spielraum nach oben vorhanden ist.
Luxus-Varianten und Profi-E-Bikes zum Beispiel von Kettler kosten zwischen 3.500 und 4.700 EUR.

Verschiedene Arten von E-Bikes und ihre Merkmale

E-Bikes für Damen
– trapezförmiger Rahmen für bequemen Einstieg
– komfortable City E-Bikes mit komfortabler Federung, bequemem Sattel, Ständer, Schutzblechen, Gepäckträger und gegebenenfalls einem zusätzlichen Korb am Lenker
– Trekking E-Bikes für sportliche Damen, ausgestattet mit Vollfederung, leistungsstarkem Motor und Anzeige des Akku-Ladezustandes
– Wendiges Lasten-E-Bike mit Möglichkeit der Zuladung von 200 Kilogramm Gewicht als Alternative zum Auto; zur Ausstattung gehören Kindersitz und Babyschale.
– sportliche Mountainbikes und Cross-Räder

E-Bikes für Herren
– diamantförmiger Rahmen in sportlichem Design
– größere Rahmenhöhe als bei Damen-E-Bikes
– Hardtail Mountainbikes und Cross-Räder mit breiten Reifen und ausgeprägtem Profil für intensive sportliche Aktivitäten
– Ausstattung mit einer breit gefächerten Gangschaltung von bis zu 21 Gängen
– verstärkte Bremswirkung, da höheres Gewicht
– Lasten-E-Bike als Alternative zum Auto

MTB E-Bike
– E-Mountainbike mit sportlicher Motorunterstützung, die auch am Berg nicht versagt
– breite Reifen mit starkem Profil
– Ausstattung mit Vollfederung, Fully, oder Hardtrail
– breit gefächerte Gangschaltung
– drei Kategorien: Cross Country für gemäßigtes Terrain, All Mountain als bergorientierte Klasse mit optimal dosierbaren Bremsen, griffigen Reifen und viel Federung sowie die auf Abfahrt abgestimmte Klasse Enduro, die hohe fahrtechnische Schwierigkeitsgrade erlaubt.

Klapp E-Bike
– Klappmechanismus in der Mitte des Rahmens erlaubt platzsparenden Transport der Bikes
– lassen sich mit wenigen Handgriffen zusammen- oder auseinanderklappen, daher optimal für Pendler und den Urlaub
– breite 20 Zoll Laufräder für wendiges Fahren
– Reichweite durchschnittlich 60 Kilometer
– Gewicht etwa 20 Kilogramm
– angeboten in den Varianten Trekking/City und Mountain, erreichen dabei nicht die Leistung normal großer E-Bikes.

Falt E-Bike
– ist mit mehreren Faltscharnieren ausgestattet und kann noch platzsparender verstaut werden als Klappräder
– breite 20 Zoll Laufräder
– weitere Ausstattung wie Klapp E-Bikes

Trekking E-Bike
– Damen- und Herren-Modelle
– sehr stabiler Rahmen in Diamant- oder Trapezform
– Geometrie des Rahmens erlaubt komfortable, gestreckte Sitzhaltung
– leistungsstarker Motor und hohe Akku-Leistung zur Überwindung weiter Distanzen
– gute Federung

Pedelec
– Tretvorgang kann durch Elektromotor unterstützt werden
– ohne Treten keine Motorleistung
– Stärke der Motor-Unterstützung nach Belieben variier- oder abschaltbar
– Höchstgeschwindigkeit 25 Kilometer pro Stunde
– Motorleistung maximal 500 Watt
– abweichende Parameter für schnelles S-Pedelec

Darauf solltest Du beim Kauf eines E-Bikes besonders achten

Reifengröße
Der Auswahl der passenden Reifengröße kommt bei E-Bikes besondere Bedeutung zu. Der passende Reifendurchmesser sorgt für stressfreies Sitzen und eine optimale Kraftübertragung. Mit Ausnahme von Klapp- und Falt-Bikes sind die motorisierten Räder mit Reifen in einem Durchmesser von 26 oder 28 Zoll ausgestattet. Diese Angaben sind jedoch nicht ausreichend. An der Flanke des Reifens findest Du neben der Angabe zum erforderlichen Reifendruck die sogenannte ETRTO-Angabe als Zahlenkombination. Eine häufige Angabe in ETRTO lautet 37-622, das bedeutet, dass die Reifenbreite 37 Millimeter misst, der Reifen-Innendurchmesser 622 Millimeter. Das entspricht in der herkömmlichen Kennzeichnung 28 mal 1,4 Zoll.
Während der Reifendurchmesser der Größe des Fahrers angepasst sein sollte, entscheidet die Breite des Reifens über die Wendigkeit des E-Bikes. Breitere Reifen bedeuten gleichzeitig ein höheres Gewicht, das es zu bewegen gilt.

Akku-Kapazität
Die Kapazität des Akku-Packs entscheidet über die Kilometer, die mit einer Ladung zurückgelegt werden kann. Die im Akku gespeicherte Energie wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Die Palette der handelsüblichen Akkus reicht von 250 bis 600 Wattstunden. Hier gilt es genau zu überdenken, wie das E-Bike eingesetzt werden soll. Der Akku mit dem größten Energiegehalt muss nicht immer die erste Wahl sein. Wenn Du das E-Bike nur für kurze Distanzen benutzen möchtest, genügt ein Akku mit mittlerer Kapazität. Ein höherer Wert bringt bei einem baugleichen Akku derselben Marke unweigerlich auch höheres Gewicht mit sich. Zudem verlängert sich die Ladedauer entsprechend.

Reichweite
Die Reichweite eines E-Bikes ist abhängig von der Akku-Kapazität, den Witterungsverhältnissen, der Fahrweise sowie dem Gewicht von Fahrer und Zuladung. Bei sogenannter gemischter Fahrweise kann ein hochwertiges E-Bike mit voller Akku-Ladung zwischen 50 und 100 Kilometer zurücklegen. Werden Bodenverhältnisse, Topografie und Witterung einkalkuliert, liegt ein realistischer Wert für die Reichweite eines E-Bikes zwischen 70 und 50 Prozent der Herstellerangaben.

Gewicht
Während ein herkömmliches Fahrrad durchschnittlich elf Kilogramm wiegt, kommt bei Pedelec und E-Bike noch das Gewicht von Motor und Akku-Pack hinzu. Daher wiegen motorisierte Räder im Durchschnitt um 25 Kilogramm. Ein Gewicht, das nicht nur beim Fahren Kraft und Akkuleistung beansprucht, sondern bei Hindernissen und auf Treppen auch gestemmt werden muss.

Leistung
Die Leistung eines E-Bikes ist abhängig vom Drehmoment des Motors. Sie ist das Produkt aus Kraft und Kurbelarmlänge des Rades, die zwischen 17 und 17,5 Zentimetern liegt und bezeichnet letztlich die Kombination von Motor- und Muskelkraft, die das Rad bewegt. In der Mitte des Rahmens montierte Motoren weisen das größte Drehmoment auf und sind für Trekking-E-Bikes und E-MTB die vorteilhafteste Wahl.

Bremsen
Im Hinblick auf die Höchstgeschwindigkeit sollte ein hochwertiges E-Bike mit hydraulischen Felgenbremsen ausgestattet sein. Wenn Du häufige Bergab-Fahrten oder den Kauf eines S-Pedelecs in Betracht ziehst, sind Scheibenbremsen die zuverlässigste Variante.

Antriebsart
Die zwei gängigsten Antriebsarten sind Naben- und Mittelmotor. Der Nabenmotor kann am Vorder- oder Hinterrad montiert werden. Er besitzt den Vorteil, dass sein Planetengetriebe robust und nahezu wartungsfrei ist. Allerdings kann es zu Beeinträchtigungen des Schwerpunktes und damit der Fahreigenschaften kommen.
Der Mittelmotor befindet sich am Tretlager und überträgt die Kraft auf die Kette. Er sorgt für einen optimalen Schwerpunkt, führt aber zu höherem Verschleiß der Kette.

Für welche E-Bikes brauchst Du einen Führerschein

– grundsätzlich für E-Bikes, die das Rad auch ohne Tretbewegung auf Knopfdruck bewegen
– für S-Pedelecs mit einer Höchstgeschwindigkeit vom mehr als 25 Kilometern in der Stunde und einer Motorleistung, die über 500 Watt liegt.

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